NABU Köllertal: Amphibienwanderung 2018

Exakt 2540 Frösche, Kröten und Molche wurden über stark befahrene Straßen zu ihren Laichgewässern transportiert.

Püttlingen (schm): Am 7. März begann in diesem Jahr im Köllertal die Amphibienwanderung und Mitte April war ein neuer Rekord zu vermelden, denn in diesem Jahr wurden exakt 2540 Frösche, Kröten und Molche über stark befahrene Straßen zu ihren Laichgewässern transportiert. Im Vergleich zu den Vorjahren ist dies ein enormer Anstieg, denn 2017 wurden 708 Amphibien und 2016 nur 286 Tiere durch Mitglieder des NABU Köllertal transportiert.

Zu dem enormen Anstieg trug aber auch die verlängerte Von-der-Heydtstraße bei, die in den letzten Jahren für mehrere Wochen gesperrt worden war und wo nun erstmals ein Schutzzaun von den Städten Saarbrücken und Püttlingen aufgebaut wurde. Hier waren es genau 903 Amphibien (510 Frösche, 215 Kröten und 178 Molche), die von Alexandra Geier, Martina Jochum, Lukas Seger und Klaus-Dieter Schmitt zum Absinkweiher transportiert wurden. Am Völklinger Wildpark waren es 1521 Tiere, die zu ihren Laichgewässern auf der anderen Straßenseite transportiert wurden. Am Völklinger Forsthaus waren es lediglich 116 Amphibien, die zum Simschelweiher transportiert wurden. Stärkster „Wandertag“ war die nacht vom 10. Zum 11. März, wo allein über 500 Tiere eingefangen wurden.

Bürgermeister Martin Speicher bedankte sich bei einem Besuch vor Ort für das Engagement des NABU Köllertal: „Wenn die Betreuung der Schutzzäune so gut funktioniert, werden wir auch in den kommenden Jahren die verlängerte Von-der-Heydtstraße nicht mehr sperren und einen Schutzzaun aufstellen. Das wird viele Autofahrer erfreuen.“

Auch NABU-Projektleiter Franz Bund freute sich über die Rekordzahl von geretteten Amphibien: „Das war täglich viel Arbeit, aber es gab auch wieder viele ehrenamtliche Helfer/innen, darunter der Syrer Khaled Chikh Khattab, der ein Praktikum beim NABU Köllertal absolviert. Alle Unterstützer sind nun zum „Dankefest“ eingeladen, das am Freitag, 4. Mai 2018 ab 18 Uhr am Gasthaus „Zum Wildpark“ stattfindet.

Die Schutzzäune sind inzwischen abgebaut, in den Laichgewässern tummeln sich jede Menge Kaulquappen und die Rückwanderung der Amphibien zu ihren Winterquartieren erstreckt sich noch bis in den September.