Windkraftausbau im Saarland

NABU Saarland begrüßt die Ablehnung des Windparks Überherrn / Wadgassen

Die vom saarländischen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz veröffentlichte Ablehnung des Windparks Überherrn/ Wadgassen wird vom NABU Landesverband ausdrücklich begrüßt. „Der NABU steht für einen naturverträglichen Ausbau der Windkraft im Saarland und diese Ablehnung ist in diesem Sinne nur konsequent“, so der NABU-Landesvorsitzende Ulrich Heintz. „Zu groß waren die artenschutzfachlichen und -rechtlichen Bedenken, insbesondere für die Art Uhu, die im Raum Wadgassen ihr Brutrevier und in der Bist-Aue ihr Nahrungsrevier hat“, so Heintz weiter.

Die Windkraft ist aktuell, nach dem zwingend erforderlichen Einsparen von Energie, eine der wichtigsten Säulen bei der Umstellung unserer Versorgung auf Erneuerbare Energien, dennoch gilt es zum Schutz von Mensch und Natur zahlreiche planerische Hürden zu nehmen. Andererseits stellen Windkraftanlagen aber auch Eingriffe in Natur und Landschaft dar und ihre negativen Auswirkungen auf die Vogel-und Fledermauswelt sind aus vielen Untersuchungen belegt und müssen durch Standortwahl oder Abschaltzeiten minimiert werden. Jedoch gilt es vor dem Hintergrund des Klimawandels, schädlicher Emissionen  und endlicher Ressourcen im Bereich der fossilen Energieträger, einen natur-verträglichen Weg in die Zukunft zu finden.

„Die saarländischen Behörden bearbeiten diese komplexen Fragen aus unserer Sicht bislang – nicht zuletzt auch verglichen mit zahlreichen anderen Bundesländern – vorbildlich und stützen ihre fachlichen Einschätzungen und Auflagen auf valide gutachterliche Grundlagen, deshalb stehen wir voll und ganz auch hinter dieser Entscheidung“, äußert sich Heintz abschließend.

Für Rückfragen:

Ulrich Heintz,  Landesvorsitzender NABU Saarland
Tel. +49 (0)171.49 01 66 9