Nachbar Natur braucht Freunde!

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Die Bliesspatzen – Kindergruppe des NABU Blieskastel-Mitte

Nun sind wir Bliesspatzen schon wieder ein Jahr älter! Deshalb will ich Euch berichten, wie wir die Zeit genutzt haben, um unsere Kenntnisse und Fertigkeiten zu entwickeln. Denn wenn wir einmal ausgewachsene Spatzen sind, werden wir uns auch für eine intakte Natur einsetzen und mit wachen Augen durch Wälder und Wiesen streifen.

Biosphären-Camp bei Haus Lochfeld

Pfiffige Bliesspatzen wissen schon recht gut, wie sich z.B. der Fuchs, das Reh, das Eichhörnchen, der Igel und der Hamster im Winter verhalten. Sicher werden wir nun darauf achten, dass sich auch in unserem Garten ein Winterschlafplatz für den 5 Monate lang schlafenden Igel befindet. Während das Eichhörnchen gern mal aus dem Kobel schlüpft, um nach seinen Vorräten zu suchen.

Gruppenstunden der „Bliesspatzen“

Die "Bliesspatzen" treffen sich alle 14 Tage,  jeweils montags von 17:00 – 19:00 Uhr im Werkraum des Schulzentrums Bliesaue, Geschwister-Scholl-Realschule und erweiterte Realschule Blieskastel, neben dem Hallenbad. Weitere Informationen erhalten Sie von Inge Barth (06842-891238) und Astrid Weyerich-Gerhardt (06842-930721) oder Handy: 01777951601.

Beim Faschingsu mzug haben wir Euch aber gut reingelegt, denn da huschten wir mit unseren Spatzeneltern als Mäuse umher! Wer hätte das vermutet? Natürlich pflegten wir auch den Osterbrauch und haben dazu rechtzeitig Weizen in Schälchen ausgesät und in der keimenden Saat gefärbte Eier und Süßigkeiten versteckt. Denn manchmal sind wir auch rechte Naschkatzen und mögen leckeres Gebäck. Zum Beispiel, wenn wir eine richtige Exkursion unter fachkundiger Führung von Herrn Naßhan unternehmen und davon ganz hungrig werden.

Auch haben wir wieder einen Bauernhof in Erfweiler-Ehlingen besucht. Wir durften die Ziegen füttern und einige Mutige haben sogar beim Melken geholfen. Der Bauer erklärte uns, wie auf einem Demeter-Hof gewirtschaftet wird. Recht lustig endete unser Besuch des Neunkircher Zoos. Nach dem wir die Vorführungen der Greifvögel beobachtet hatten, sich uns eine richtige Schlange um den Hals wickelte, alle Seehunde gefüttert waren, durften auch wir Kuchen, Salate, Schwenker u.a. aufpicken.

 

Aber für einige von uns war das diesjährige Umweltcamp des Blieskasteler Kinder– und Jugendbüros im Kulturlandschaftszentrum „Haus Lochfeld“ sicher das schönste Erlebnis des Jahres. Wir durften in richtigen Zelten übernachten. Für unsere Verwandtschaft bauten wir Nistkästen. Wir wanderten zum Ponsheimer Hof, um auf Ponys zu reiten. In Bebelsheim besuchten wir eine Nudelmanufaktur. Das „Kunter BUNDmobil“ machte Station im Lochfeld. Wir betrachteten mit Stereolupen Blüten,

Wasserinsekten und vieles mehr. Sogar steinzeitlichen Schmuck haben wir hergestellt! Und zwischendurch spielten wir mit unseren Betreuern und konnten uns mal so richtig austoben. Das machen wir überhaupt gern, wir brauchen eben viel Bewegung bei Sport und Spiel!

Jetzt geht mir aber bald die Spatzenspucke aus. Nur eins noch: Das Jahr beendeten wir mit einer vorweihnachtlichen Adventsfeier in den Räumen des Leibniz-Gymnasiums in St.Ingbert. Wir haben Plätzchen gebacken und verziert. Dann bekamen wir noch jeder eine Botanikbox als Geschenk. Dafür haben wir uns mit schönem Liedgezwitscher, Gedichten und Flötenspiel bedankt.


 

 Mäuse-Faschings-Treiben mit Hindernissen

 

Folgt man einem Gedicht von Carl Zuckmayer, so haben Spatzen die Eigenschaft, dass sie sich fast allen Klima- und Umweltbedingungen anpassen können und so die ganze Erde bevölkern.

Diese Eigenschaften haben die Spatzen u.a. mit den Mäusen gemein. Und so fiel es auch den Bliesspatzen nicht schwer, sich zum Faschingsumzug 2004 in süße, kleine, quickmuntere Mäuse zu verwandeln, die flink und frech durch die Gegend wuselten. Etwas mehr Probleme gab es da schon mit der Mäuseburg, die – aufgebaut auf einem Handwagen – die Mäuseschar begleiten sollte, um unterwegs den Jüngsten eine Zufluchtstätte zu bieten, falls die kleinen Beine müde werden. Kaum hatte sich die Gruppe auf den Weg gemacht, um sich in die Umzugsaufstellung einzureihen, da gab es plötzlich einen lauten Knall. Zuerst dachten alle, dieser komme vielleicht aus einer Cowboypistole oder von einem verspäteten Silvesterknaller, als sich jedoch schnell zeigte, dass der Reifen des Handwagens geplatzt war. Sollte dies das Ende all der Vorbereitungsmühen sein? Da wir nicht mehr viel Zeit bis zum Start des Umzugs hatten, beschossen wir, notfalls auch ohne Wagen am Umzug teil zu nehmen. Nur die Obermäuse und Wagenzieher, Udo und Jürgen, blieben zurück. Und zum Glück hatte Jürgen Schwarz – als hätte er es geahnt –, unter all die Dekoration noch einen Ersatzreifen gepackt. Mit Hilfe von Anliegern konnte der Handwagen aufgebockt und der Reifen schnell gewechselt werden, so dass wir am Schluss doch noch alle zusammen am Umzug teilnehmen konnten.

 Und trotz dieser Aufregung hat es uns auch dieses Jahr wieder viel Spaß gemacht. Auch die Idee für den Umzug 2005 steht schon – aber verraten wird nichts! Da müsst Ihr schon zum Umzug am 6. Februar nach Blieskastel kommen und sehen, ob Ihr uns erkennt.

Vielleicht nur so viel: Dieses mal werden wir deutlich größer!


 

Kinder und Jugendliche bauten am 4. Aktionstag für den Artenschutz 120 Nistkästen

Nistkastenbau: Auch die Erwachsenen waren fleißig!

Zum 4. Mal haben der Naturschutzbund Blieskastel – Mitte und das Ausbildungszentrum Burbach (AZB) Kinder und Jugendliche von Blieskastel und Umgebung zum „Blieskasteler Aktionstag für den Natur- und Artenschutz“ und zum Bau von Nistkästen für Vögel aufgerufen. „Auch in diesem Jahr waren wir von der großen Resonanz überrascht“, so Udo Gerhardt, vom NABU - Blieskastel Mitte. „Es macht viel Spaß zu sehen, mit welchem Engagement die Kinder und Jugendlichen ans Werk gehen und damit etwas Sinnvolles für unsere einheimischen Vögel tun.“

Ca. 50 Kinder und Jugendliche waren in die Geschwister-Scholl-Realschule gekommen. Sie hatten Hammer, Zange, Metermaß und Bleistift mitgebracht und schritten an den vorbereiteten Werkbänken zur Tat. Aus den von der Jugendwerkstatt des AZB vorgefertigten Bausätzen zimmerten sie insgesamt 120 Nistkästen für Blau- und Kohlmeise sowie für den Hausrotschwanz. Als Lohn für die gute Arbeit konnte sich jedes Kind einen Nistkasten mit nach Hause nehmen, um sie nochrechtzeitig vor Brutbeginn aufzuhängen. Die übrigen Nistkästen werden von der Jugendgruppe des NABU

 


Copyright © 2005 NABU Saarland;  aktualisiert: Montag, 27. Februar 2006