Nachrichten des NABU Saarland

Am Kot soll es nicht scheitern – Schwalben bringen Glück!

Sie zählen zu den elegantesten Fliegern, haben ihren festen Platz in Literatur, Musik und der Textilindustrie – und machen leider auch reichlich Dreck.
Das hat dazu geführt, dass Schwalben mittlerweile zu den besonders gefährdeten Vogelarten gehören.

Denn viele Hausbesitzer wollen keine Schwalbennester bei sich sehen, verschmutzt doch der Kot Wände, Fenster und Boden. Dabei ist Abhilfe leicht möglich, weiß Teresa Feld vom NABU Schwalben- und Mauerseglerschutz. Kotbretter fangen die Ausscheidungen auf und können relativ einfach angebracht werden. Die Freiwillige Ganztagsschule in Schmelz wurde jetzt damit ausgestattet, um die Kotverschmutzungen am Schulhof zu verhindern.

Seit mehreren Jahren haben Mehlschwalben sich dort angesiedelt, die ihre Nester an den Hausaußenseiten bauen, bevorzugt unter dem Dachüberstand. 

Das Anbringen von Kotbrettern ist relativ teuer und erfordert handwerkliches Können. In diesem Fall fanden sich Sponsoren. Die Freiwillige Feuerwehr - Löschbezirk Schmelz und der Dachdecker Dirk Andres boten ihre Hilfe und Material an und übernahmen die Montage mit der Drehleiter. Bei der Gelegenheit wurde auch gleich zusätzlich ein Doppelkunstnest für Schwalben angebracht, so können sich noch weitere Paare ansiedeln.

Dieser Aufwand war es Initiatorin und zuständige Gemeindemitarbeiterin Daniela Kraß wert, „…denn die Schwalben gehören in unsere Siedlungsbereiche dazu und bringen schließlich Glück.“ Nie wäre sie auf die Idee gekommen die Nester entfernen zu lassen. Davon lassen sich jedoch bedauerlicherweise etliche Hausbesitzer nicht abhalten - obwohl das streng verboten ist und hohe Geldstrafen drohen.

Was bringen uns Schwalben außer Glück? - Sie sind Teil der Schöpfung und biologischen Vielfalt. Sie erfüllen eine wichtige Aufgabe in unserem Ökosystem. Eine einzige Schwalbe vertilgt beispielsweise pro Tag elf Gramm Insekten – das sind 4000 Stechmücken.

Erwartet werden die ersten Mehlschwalben Ende März. Beim NABU hofft man jetzt, dass möglichst viele Vögel den langen Rückflug aus den Überwinterungsgebieten südlich der Sahara gut überstehen.

Weitere Infos zum NABU Projekt Mauersegler und Schwalben gibt es auf der Website:  www.schwalbenwillkommen-nabu-saar.de

Für Rückfragen:

Teresa Feld, Tel. 0175 3571382

E:Mail: schwalbenwillkommen@NABU-saar.de