Nachrichten des NABU Saarland

NABU bittet um Rücksichtnahme auf brütende Vögel

Gehölze erst wieder ab Oktober schneiden

Brütende Amsel im Apfelbaum - Foto: Ute Maria Meiser

Der Naturschutzbund (NABU) appelliert an die Bevölkerung, Pflegearbeiten an Gehölzen möglichst auf den Herbst zu verschieben. "Wir erhalten zur Zeit verstärkt Meldungen besorgter Naturfreundinnen und Naturfreunde, wonach auch Ende März noch Bäume gefällt oder sogar Hecken komplett entfernt werden", so der NABU-Landesvorsitzende Ulrich Heintz. Zwar seien auf Gartengrundstücken Baumfällungen auch das ganze Jahr über nicht verboten, sofern die Gemeinde keine Baumschutzsatzung erlassen habe und sichergestellt sei, dass keine Vogelbruten beeinträchtigt werden. Für den Laien seien die gut versteckten Nester allerdings kaum verlässlich feststellbar. Bei Hecken, lebenden Zäunen und Gebüschen hingegen seien ab dem 1. März lediglich noch „schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses“ zulässig. Aber selbst nach solch weniger drastischen Maßnahmen bleibe es nicht aus, dass Nester ihren Sichtschutz vor Beutegreifern verlören und die Jungvögel im günstigsten Fall dann in der zentralen Wildvogelauffangstation Köllertal landeten, so Heintz weiter. Daher rät der NABU, Schnittarbeiten an Gehölzen im heimischen Garten aus Rücksicht auf das Brutgeschäft besser ausschließlich in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 28. Februar durchzuführen.

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