Nachrichten des NABU Saarland

NABU Saarland und FBG Saar-Hochwald unterzeichnen Horstschutzvereinbarung

Kooperation zwischen Naturschützern und Forstbetriebsgemeinschaft zum Schutz gefährdeter Vogelarten im Wald

 Am 14. Dezember unterzeichneten Ulrich Heintz, der Landesvorsitzende des NABU Saarland, und Klaus Borger, der Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft Saar-Hochwald, die gemeinsame Vereinbarung zum Horstschutz gefährdeter Vogelarten im Wald. Da die gesetzlichen Regelungen der Waldbewirtschaftung zum Schutz von Vogelarten, für die wir besondere Verantwortung tragen, leider immer noch unzureichend und wenig konkretisiert sind, ist es aus Sicht des NABU mehr als begrüßenswert, wenn sich auch private Waldbewirtschafter wie die FBG Saar-Hochwald bereit erklären und sich selbst verpflichten, auf freiwilliger Basis zusätzliche Schutzanstrengungen zu übernehmen.

Den NABU Saarland und die Forstbetriebsgemeinschaft Saar-Hochwald (FBG) verbindet eine vertrauensvolle und erfolgreiche Kooperation bei vielen Fragen der Waldbewirtschaftung, Waldnaturschutzvorhaben und dem Vorhaben, die Jagd im Sinne des Waldschutzes weiterzuentwickeln. Bereits 1989 wurde die Forstbetriebsgemeinschaft im Landkreis Merzig-Wadern (FBG) als erste FBG im Saarland gegründet und durch das Ministerium für Wirtschaft anerkannt und die Rechtsfähigkeit als wirtschaftlicher Verein verliehen. Im Jahr 2015 wurde die Satzung neu gefasst, das Vereinsgebiet auf das gesamte Saarland und die angrenzende Region erweitert und der Vereinsname in Forstbetriebsgemeinschaft Saar-Hochwald geändert. Mittlerweile vertritt die FBG über 350 Forstbetriebe sowie mehrere große saarländische Kommunen. „Die Integration ökologischer Gesichtspunkte in die Waldbewirtschaftung ist seit der Gründung der FBG integraler Bestandteil bei der Beratung und Betreuung des Privatwaldes und wurden im Waldkodex der Forstbetriebsgemeinschaft manifestiert“, so Klaus Borger.

Der Abschluss der jetzt von den Fachleuten des NABU, OBS und der FBG überarbeiteten Horstschutzvereinbarung ist ein erneuter Beleg für die gute Zusammenarbeit bei der Umsetzung von Naturschutzzielen im Privatwald. Sie gibt dem Waldbesitzer Empfehlungen wie er ganz persönlich im Rahmen der Waldpflege Verantwortung für seltene und geschützte Vogelarten übernehmen kann.

Dies ist eine sehr wichtige räumliche Erweiterung der bestehenden Kooperationsvereinbarung zum Horstschutz mit dem SaarForst Landesbetrieb. „Wir hoffen, dass noch viele weitere Privat- und Kommunalwaldbesitzer diese freiwillige Vereinbarung übernehmen und so die Erhaltung unserer Vogelwelt unterstützen“, so Ulrich Heintz.

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