Nachrichten des NABU Saarland

NABU stärkt Minister Jost den Rücken

Im Verfahren zur Ausweisung des Vogelschutzgebietes „Renglischberg“ in der Gemeinde Perl schaltet sich nunmehr auch der NABU Saarland ein.

Mornellregenpfeifer Foto: NABU, M. Ruettiger

Mornellregenpfeifer Foto: NABU, M. Ruettiger

Lebach – „Umweltminister Jost hat unsere volle Rückendeckung, wenn er nunmehr die auf dem Tisch liegende Verordnung endlich in Kraft setzt“, so der NABU- Landesvorsitzende Uli Heintz.

Seit dem Jahr 2009 bemüht sich bereits die Oberste Naturschutzbehörde, einer gesetzlichen Forderung der Europäischen Union nachzukommen, die darin besteht, für Lebensräume und Arten, für die Europa weltweit eine Verantwortung trägt, Schutzgebiete auszuweisen und über entsprechende Verordnungen „Spielregeln“ festzusetzen, die sicherstellen sollen, dass sich der so genannte Erhaltungszustand dieser Gebiete nicht verschlechtert.

„Dieses stellt gerade am Renglischberg im Hinblick auf die zukünftige landwirtschaftliche Nutzung eine besondere Herausforderung dar“, so Heintz weiter, „Aber die Behörden haben nicht nur fachlich einen guten Job gemacht, sondern auch in zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen und persönlichen Gesprächen mit den Landnutzern die Schmerzgrenze für die Inhalte der naturschutzfachlichen Auflagen unter weitestgehender Berücksichtigung der Belange der Landwirtschaft erreicht.“ Dabei geht es nicht etwa um Nutzungsaufgabe, sondern um die Festlegung einer  Ackernutzung in den beiden Kernzonen, die garantiert, dass ab Mitte August die Feldfrüchte geerntet sein müssen, damit das Gebiet seine europaweit bedeutsame Funktion als Rastplatz für seltene Vogelarten, wie den Mornellregenpfeifer, erfüllen kann. Für diese Einschränkung soll dann auch noch der Bewirtschafter , neben der üblichen Flächenprämie, eine Sonderausgleichzahlung in Höhe von jährlich 250 Euro pro Hektar erhalten.

„Vier Anläufe und die seitens der Behörde gezeigte Flexibilität gegenüber der Landwirtschaft müssen reichen, um das Verfahren nun tatsächlich abzuschließen und die Verordnung in Kraft zu setzen – denn auch im Naturschutz muss Recht und Gesetz am Ende genüge getan werden“, so Ulrich Heintz abschließend.

Für Rückfragen:
Ulrich Heintz, NABU-Landesvorsitzender
Tel. +49 (0)171.49 01 66 9