Nachrichten des NABU Saarland

Schmelzer Rotmilan-Schlagopfer: NABU fordert konsequentere Kontrollen der Genehmigungsbehörde

Lebach  –  Der Naturschutzbund im Saarland fordert eine lückenlose Aufklärung im Fall des vor zwei Wochen bei einem Schmelzer Windpark tot aufgefundenen Rotmilans.

Freisstehende Windräder - Foto: Ute Maria Meiser

„Um die Klimaziele in Sachen Windenergie in unserem dicht besiedelten Bundesland erreichen zu können, wird vielerorts mit Unterpflanzungsmaßnahmen im Mastfußbereich gearbeitet, die das Schlagrisiko des Rotmilans wesentlich minimieren sollen“, so der NABU-Landesvorsitzende Ulrich Heintz. „In der letzten Zeit mehren sich bei uns allerdings die Hinweise, dass nicht immer eine konsequente Abschaltung etwa bei Bodenbearbeitungen unter den Anlagen, welche die Tiere zur Nahrungssuche anlocken, erfolgt.“

In diesem Zusammenhang appelliert der NABU an die meldepflichtigen Bodenbewirtschafter und die Anlagenbetreiber, sich unbedingt an die „Spielregeln“ zu halten. So müsse es im ureigenen Interesse der Windkraftindustrie liegen, die ohnehin schon schwierige Diskussion zwischen Windenergiebefürwortern wie dem NABU und ihren kompromisslosen Gegnern nicht noch durch möglicherweise grob fahrlässig herbeigeführte Schlagopfer zu torpedieren, so Heintz. Um so wichtiger sei es, dass diese Auflagen insbesondere zur Brutzeit regelmäßig durch das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) als Genehmigungsbehörde überprüft und gegebenenfalls mit drastischen Bußgeldern, die auch ihre Wirkung entfalteten, geahndet würden.

... weitere Infos auf www.NABU.de: Windenergie: Negative Auswirkungen auf Natur und Umwelt weitestgehend vermeiden