Nachrichten des NABU Saarland

Wie hilft man jetzt am besten unseren Schwalben

Nester dürfen nicht entfernt werden

Kotbretter unter Schwalbennestern - Foto: Teresa Feld
Rauchschwalben - Foto: Teresa Feld

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – lautet ein alt bekanntes Sprichwort. Laut des NABU sind schon einige Schwalben aus ihren Winterquartieren im Saarland eingetroffen. „Die ersten Rauchschwalben wurden uns bereits Ende März im Bliesgau gemeldet. Jetzt ist es wichtig für unsere Frühjahrsboten zu sorgen“, sagt Teresa Feld, die Schwalbenbeauftragte des NABU Saarland. Es gibt verschiedene Möglichkeiten unsere Frühlingsboten zu unterstützen. Mit Kunstnestern, Lehmpfützen oder Kotbrettern kann man dabei schon einiges erreichen. So manchen Zeitgenossen stört der Kot der Vögel. Und wer schon einmal ein Schwalbennest über dem Eingang seines Hauses gehabt hat, kann dies auch ein bisschen verstehen. Ein einfaches Kotbrett mit 30 Zentimeter Tiefe etwa 50 bis 60 Zentimeter unterhalb des Nestrandes angebracht, kann hierbei schon schnelle Abhilfe schaffen. Wichtig ist, dass die Schwalben noch frei zum Nest anfliegen können.

Überall dort, wo Schwalben zu wenig Lehmboden für den Nestbau finden, freuen sie sich auch über Kunstnester. Dabei sollte man beachten, dass die Kunstnester für Mehl- und Rauchschwalben unterschiedlich gestaltet sein müssen. „Rauchschwalbennester liegen meist im Inneren von Gebäuden. Man unterstützt die Tiere, in dem man die Einflugmöglichkeiten an Ställen, Scheunen und Tordurchfahrten offen hält. Mehlschwalben hingegen bevorzugen ihre Nester an Fassaden unter Dachüberständen", erklärt Teresa Feld.

Im April ist auch eine gute Gelegenheit um Lehmpfützen für Schwalben anzulegen und feucht zu halten. Die kleinen Untermieter nutzen den Lehm als Baumaterial. Die Pfützen sollten möglichst den ganzen Sommer über feucht gehalten werden.

Das aller Wichtigste ist aber die Schwalbennester am Haus zu dulden. „Nester von Mehl- und Rauchschwalben unterliegen einem besonderen Schutz, der im Bundesnaturschutzgesetz geregelt ist. Wer Schwalben während ihrer Brutzeit bei Sanierungsarbeiten stört, Schwalbennester entfernt oder unzugänglich macht, kann mit einer Geldbuße durch die Naturschutzbehörde bestraft werden“, mahnt die Schwalbenexpertin.

Wer mehr über Schwalben erfahren möchte, dem empfiehlt der NABU einen Ausflug in den Saarbrücker Zoo, dort präsentiert der NABU Saarland noch bis zum 03. Mai 2017 im Afrikahaus die Rollup-Ausstellung „Schwalben Willkommen“.
http://www.schwalbenwillkommen-nabu-saar.de/

Für Rückfragen:

Teresa Feld, Tel. + 49 (0)175 3571382
Weitere Informationen auch unter: www.schwalbenwillkommen-nabu-saar.de