Projekt "Schwalben willkommen"

Durch eine großzügige finanzielle Förderung des Ministers für Umwelt und Verbraucherschutz kann die Artenschutzkampagne "Schwalben willkommen" nun auch im vierten Projektjahr 2018 weitergeführt werden.

Für die bisherige finanzielle Unterstützung bedanken möchte sich der NABU Saarland neben dem saarländischen Umweltministerium zudem bei der Saarland-Sporttoto GmbH, der KfW Stiftung sowie der Elisabeth und Prof. Dr. Horst-Dietrich Hardt-Stiftung.

Dank ebenfalls an die NABU-Gruppen und Handwerksbetriebe vor Ort, die viele Artenschutzmaßnahmen erst möglich gemacht haben.

E-Mail-Kontakt: schwalbenwillkommenNABU-saar.de

Mittlerweile hat auch der NABU-Bundesverband die deutschlandweite Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" ins Leben gerufen, über die ebenfalls Informationen zu diesem Thema abgerufen werden können.

Biologische Vielfalt in Siedlungsbereichen schützen und bewahren!

Schwalben und Mauersegler sind Teil der biologischen Vielfalt und Indikatoren für einen intakten und artenreichen Siedlungsraum. Außerdem leisten Schwalben und Mauersegler als Insektenjäger einen wesentlichen Beitrag zur Kontrolle von Parasiten- und Schädlingspopulationen.

  • Größere Kolonien sind damit in der Lage, für die Landwirtschaft aktive Schädlingsbekämpfung zu betreiben.
  • Als Kulturfolger haben sich Schwalben und Mauersegler an eine vom Menschen geprägte Umgebung angepasst.

Jedoch gehen die Bestände seit Jahren stark zurück. Der Strukturwandel, Sanierungsmaßnahmen, Versiegelung der Landschaft und Beseitigung von Nestern machen ihnen das Leben schwer. Der Mangel an geeignetem Nistmaterial, fehlende Nistplätze und ein mangelndes Nahrungsangebot sind die Folgen.

Deswegen stehen die Schwalben und Mauersegler unter Naturschutz.

Rechtlichen Situation der Schwalben und Mauersegler

Alle Schwalbenarten und Mauersegler sind nach der Europäischen Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG von 1979) besonders geschützte Arten und sollen durch die Umsetzung der Naturschutzgesetze des Bundes (§ 44 BNatSchG) und der Länder in ihren Beständen erhalten werden.

 

Auszug aus dem  Bundesnaturschutzgesetz

§44 Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten (Auszug)

(1) Es ist verboten,

  1. wild lebenden Tieren die besonders geschützen Arten nachzustellen, sie zu fangen, sie zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören.
  2. wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der Europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungs- , Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert.
  3. Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wildlebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören (Lebensstättenschutz).

Das Entfernen von Nestern während der Brutzeit ist zudem ein Straftatbestand gemäß Tierschutzgesetz, weil dadurch Jungvögel getötet werden.