Nachrichten aus den saarländischen Ortsgruppen

Schwalben-Willkommen im Köllertal

Seit Mitte April sind sie aus dem Süden zurückgekehrt, Ende August ist mit dem Abflug der Schwalben wieder zurück nach Afrika zu rechnen. Mit dem Projekt „Schwalben willkommen“ will der NABU Saarland diesen Frühlingsboten seine besondere Aufmerksamkeit widmen. Denn besonders die Bestände von Rauchschwalben und Mehlschwalben, aber auch der Mauersegler, die in direktem Umfeld des Menschen nisten, sind seit Jahren rückläufig.

Am besten ist den Schwalben geholfen, wenn bestehende Kolonien geschützt und unterstützt werden. Die NABU-Ortsgruppe Köllertal hatte deshalb die Öffentlichkeit befragt, wo im Köllertal noch Mehl-oder Rauchschwalben sowie Mauersegler nisten. 25 Besitzer von Häusern oder Pferdeställen, an denen noch Schwalbenkolonien vorkommen, hatten sich daraufhin gemeldet. Gemeinsam mit dem Staatssekretär im Umweltministerium Roland Krämer  und dem Europaabgeordneten Jo Leinen wurden nun diese Hausbesitzer, die diesen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten, im Rahmen des Büffelfestes mit der Plakette „Schwalben willkommen“ und einer Urkunde ausgezeichnet. Krämer erinnerte daran, dass leider immer mehr Kolonien verlorengehen, weil alte Gebäude renoviert oder abgerissen werden. Dabei ist der Gesetzgeber eindeutig auf der Seite der Schwalben: Schwalbennester dürfen nicht entfernt werden und wer sie dennoch zerstört, muss Ersatz schaffen. Jo Leinen bemüht sich, dass der Vogel- und damit auch der Schwalbenschutz in allen europäischen Ländern gesetzlich verankert wird.

Im einzelnen wurden ausgezeichnet: Alfred Faas, Waltraud Franze, Helmut Jakob, Frank Lind, Günter Müller, Thomas Scherer, Ewald Serf, Michael Weber (alle Püttlingen), Viktor Feld (Hirtel), Karoline Neu (Obersalbach), Isolde Heintz (Berschweiler), Hans Kuhn (Berschweiler), Albert Reinert (Walpershofen), Herbert Nimmesgern (Riegelsberg), Reinhard Weber (Hilschbach) und Nina Loncar (Numborn). Sie schilderten, dass die Schwalben schon sehr lange in ihrem Umfeld leben, einige legen sogar Lehmpfützen an, damit die Schwalben Nistmaterial finden. Als großen Vorteil schilderten sie unisono, dass weniger Stechmücken sie und vor allem auch die Pferde drangsalieren. Der NABU Köllertal bietet den „Schwalbenfreunden“ das Anbringen von Kotbrettern und von Kunstnestern an, die Verleihung der Plaketten an „Schwalbenunterstützer“ wird in den kommenden Jahren fortgesetzt.

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